Ein neues Konzept für den ultraschnellen Datentransfer über Glasfaserkabel haben Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigen die Wissenschaftler, dass sogenannte Spin-Laser mindestens fünfmal schneller als die besten herkömmlichen Systeme arbeiten können und dabei nur einen Bruchteil an Energie verbrauchen.

 

"Es ist wie bei einem Porsche, der richtig Benzin verbraucht, wenn er schnell sein soll", vergleicht der Bochumer Ingenieur Prof. Martin Hofmann die Datenübertragung über Glasfaserkabel. In herkömmlichen Systemen schickt ein Laser Lichtsignale mit einer Frequenz von 40 bis 50 Gigahertz durch die Kabel, wobei die Information in der Modulation der Lichtintensität codiert ist. Um diese Geschwindigkeit zu erreichen, sind hohe elektrische Ströme erforderlich, deshalb der Vergleich mit dem Porsche. Hofmann stellt heraus: "Datenübertragung und Internet werden, wenn wir die Technologie nicht bald ändern, mehr Energie verbrauchen, als wir derzeit auf der Erde produzieren".

 

Das Bochumer Team vom Lehrstuhl für Photonik und Terahertztechnologie forscht daher an einer alternativen Technologie und möchte mit den Spin-Lasern ein neues Forschungsfeld aufstoßen. Mit im Team sind Kollegen der Universität Ulm und der University at Buffalo (US-Bundesstaat New York). (ik)

 

 

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