Das ist der Wunsch vieler ÖPNV-Kunden: eine Anmeldung, ein Ticket und gleichzeitig alle Angebote vor Augen haben. Die bundesweite Plattform "Mobility inside" könnte diesen Wunsch erfüllen. Zehn Verkehrsunternehmen haben kürzlich dazu den Prototypen auf der Jahrestagung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Mannheim vorgestellt. 

 

Unter den zehn Initiatoren ist federführend die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die Mobilitätstochter der Stadtwerke München (SWM). Die SWM werden Teilhaber der noch neu zu gründenden Betreibergesellschaft für Mobility inside. Dazu hat nach Stadtwerkemitteilung  der Münchner Stadtrat kürzlich (26.6.) seine Zustimmung erteilt.

 

Vom Startpunkt zum Ziel

Ziel von Mobility inside ist, die deutschen Verkehrsunternehmen so zu vernetzen, dass Kunden ihre Fahrkarten für die gesamte Strecke (Start-Ziel) über eine App kaufen können. Unabhängig von der Wahl der Verkehrsmittel. Das bedeutet, dass auch Kombinationen aus Sharing-Angeboten und öffentlichem Nahverkehr möglich sind. Laut MVG-Chef und VDV-Präsident Ingo Wortmann steht der Prototyp, so dass im Herbst mit der App zu rechnen ist. Die soll zunächst mit zehn Partnern und 3000 Fahrgästen aus ganz Deutschland getestet werden.

In diesem Test werden über die Plattform die Regionen Rhein-Main (Rhein-Main Verkehrsverbund), München (MVG), Ulm (Donau-Iller-Nahverkehrsverbund), Stuttgart (Stuttgarter Straßenbahnen), Karlsruhe (Albtal-Verkehrsgesellschaft), Mannhein/Ludwigshafen (RheinNeckar Verkehr), Bochum/Dortmund (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen/Dortmunder Stadtwerke) und Leipzig/Halle (Leipziger Verkehrsbetriebe) sowie der DB-Fernverkehr (Deutsche Bahn) vernetzt. Aktiv Plus Flensburg und die Bentheimer Eisenbahn sind weitere Partnerunternehmen von Mobility inside. (ik)

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