"Es wird rasant wärmer, mehr Hitzewellen bedrohen unsere Gesundheitheit, jeder muss mit Schäden durch heftigeren Starkregen rechnen. Der Klimawandel hat Deutschland fest im Griff", mit diesen klaren Worten begleitete Tobias Fuchs, Leiter der Abteilung Klima und Umweltberatung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Vorstellung des "Monitoring-Berichts zu Klimawandelfolgen", der heute in Berlin vom Bundesumweltministerium und Bundesumweltamt (UBA)vorgestellt wurde.

 

Laut Monitoringbericht hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an. Den Folgen des Klimawandels "können wir nur mit vorsorgendem Klimaschutz und konsequenter Anpassung" begegnen, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Dies bedeute, sich bei allen Bau- und Infrastrukturprojekten besser vor Beeinträchtigungen durch Hitze, Starkregen oder Hochwasser zu wappnen. Es müsse dringend vorgesorgt werden, erklärte auch UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Sie hält ein von Bund und Ländern getragenes und finanziertes Sonderprogramm Kimavorsorge für denkbar.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass im Monitoringbericht 2019 Daten aus den Jahren 2018 und 2019 noch nicht systematisch berücksichtigt wurden. Ziel des Montitorings sei im rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie weniger eine Darstellung der jeweils aktuellen Entwicklung, sondern die systematische Beobachtung vin Klimawirkungen und Anpassung aufgrund statistisch fundierter Zeitreihen. (ik)