Fridays for Future und auch das Stimmenergebnis der Europawahl zeigen, der Klimaschutz ist ein Thema, das die junge Generation umtreibt. Eine neue Studie aus dem Bundesumweltministerium belegt, dass vielen Bürgern die Energiewende nicht schnell genug.

 

Vier von fünf Menschen in Deutschland finden, dass die Energiewende für einen besseren Klimaschutz zu schleppend vorankommt. In der "Umweltbewusstseinsstudie 2018" des Bundesumweltministeriums stimmten dieser Aussage 43 Prozent "voll und ganz" sowie 38 Porzent "eher" zu. 92 Prozent votierten für einen Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Die Energieeffizienz könnte zudem gesteigert werden, meinten die befragten Bürger.

Im Vergleich zur vorherigen Befragung im Jahr 2016 hat das Thema Klimaschutz um elf Prozentpunkte zugelegt. Die Menschen erwarten, dass Umwelt- und Klimaschutz stärker in andere Politikfelder integriert wird. Die Mehrheit der Befragten hält in den drei Politikbereichen Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik einen grundlegenden Politikwechsel für erforderlich.

 

Die Umfrage ist die zwölfte in Folge seit 1996. Die aktuelle Befragung wurde in zwei Erhebungswellen im August und September online durchgeführt. Es wurden jeweils rund 2000 Personen befragt. (ik)

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