Die Stadt Bochum hält keine Anteile mehr am Energiekonzern RWE. Die Holding für Versorgung und Verkehr (HVV), die die Aktien für die Stadt hält, habe die verbliebenen 2,2 Millionen RWE-Aktionen erfolgreich veräußert, teilten kürzlich die Stadtwerke Bochum mit.

 

Der Stadtrat in Bochum hatte 2016 entschieden, das Aktienpaket schrittweise zu verkaufen. Das Aktienpaket umfasste ursprünglich 6,6 Millionen Aktionen. Die dritte und letzte Tranche wurde an mehreren Handelstagen zwischen Juli und September 2019 veräußert. Die Kurswerte hätten zwischen 25 und 27 Euro pro Aktie gelegen, gaben die Stadtwerke an. Beim Verkauf der ersten Tranche im Oktober 2016 wurde mit der Aktie ein Kurswert zwischen 15 und 15,65 Euro erreicht, beim Verkauf der zweiten lag der durchschnittliche Kurswert knapp unter 20 Euro.

 

RWE gehört nun komplett zur Stadtgeschichte

Der Landkreis Bochum und der Stadtkreis Bochum gehörten 1906 zu den Gründungsmitgliedern und Miteigentümern der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW) mit Sitz in Bochum (später Dortmund). Im Rahmen der Fusion von VEW AG und RWE AG im Jahr 2000 kam Bochum durch Aktientausch in den Besitz der RWE-Aktien. Im September 2016 beschloss der Stadtrat den Verkauf des Aktienpakets in nicht-öffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit. Erstmals war in diesem Jahr keine Dividende ausbezahlt worden und der sinkende Kurs, der zu Spitzenzeiten mehr als 100 Euro kostete, zwei Punkte, die zum Verkaufsbeschluss führten. Die Entscheidung, das Paket in drei Tranchen zu verkaufen, hat sich mit der erzielten Gewinnsteigerung ausgezahlt. (ik)

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