Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums steht derzeit on Top der Agenda deutscher Städte. Mit deutlichem Abstand folgen die Themen Mobilität und Digitalisierung auf den nachfolgenden Plätzen der aktuellen Difu-Städteumfrage. Wie das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) und der Deutsche Städtetag heute (13.5.) in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, rutschte das Top-Thema Integration aus der vorhergehenden Umfrage (2018) auf den sechsten Platz.

 

Damit lässt die aktuelle und seit 2015 als "OB-Barometer" bekannte Umfrage in diesem Jahr deutliche Trendverschiebungen in kommunalen Handlungsfeldern erkennen. Als wichtigstes Zukunftsthema nannten die befragten Oberbürgermeister erwartungsgemäß  die Digitalisierung.

 

Laut OB-Barometer 2019 erwarten die Stadtspitzen für die drei Topthemen Wohnen, Mobilität und Digitalisierung eine bessere Unterstützung durch Bund, Länder und Europäischer Union (EU). "Wir brauchen ein Gesamtkonzept des Bundes für nachhaltige Mobilität", erklärte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Dazu gehöre eine Investitionsoffensive von Bund und Ländern.

Regionale Unterschiede

Mit Blick auf Altschulden und Kassenkredite bleibt für die Oberbürgermeister der Großstädte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland die Finanzlage ebenfalls als Topthema unter den Arbeitsschwerpunkten. In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind es dagegen weniger die Finanzen, dafür mehr das Thema Mobilität als Folge wachsender Ballungsräume. (ik)