reck2-200x150Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments hat heute mit folgendem Ergebnis über die Energieeffizienzrichtlinie abgestimmt: Die einzelnen Mitgliedsstaaten sollen sich eigene erbindliche Ziele setzen, damit die Europäische Union (EU) ihr 20 Prozent-Energieeffizienzziel bis 2020 erreichen kann. Ebenfalls verabschiedet wurde die Einführung sogenannter Endenergieeinsparverpflichtungssysteme. Hinter dem komplizierten Begriff verbirgt sich die Absicht, Energieversorger in die Verantwortung zu nehmen, ihre Endkunden zum Energiesparen zu verpflichten. Hans- Joachim Reck (Foto/VKU), Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) kommentierte in einer Pressemitteilung die Entscheidung wie folgt: „Wir begrüßen das Votum für die Verbindlichkeit der Energieeffizienz, eine gleichzeitige Einführung von Endenergieeinsparverpflichtungen lehnen wir allerdings strikt ab." Reck weiter: „Der ITRE hat zwar Lockerungen aufgenommen, diese entbinden die Mitgliedsstaaten aber nicht davon, Endenergieeinsparverpflichtungen umzusetzen." Auch die Tatsache, dass die EU-Kommission bereits Mitte 2014 erste Schritte für Energieeinsparziele bis 2030 anstoßen soll, stößt beim VKU auf deutliche Kritik. 

Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission enthält das aktuelle Papier einige Flexibilisierungen. Beispielsweise wurde die vorherige Entweder-Oder-Regelung „Endenergieeinsparverpflichtungen oder Umsetzung alternativer Maßnahmen" gestrichen. Der VKU hatte beispielsweise gefordert, dass die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette, insbesondere die Energieerzeugung, voll in die Einberechnung des Zielwertes einbezogen wird. Auch der Vorschlag, Early-Actions ab dem Zeitpunkt der Verabschiedung des Energie- und Klimapakets anzuerkennen, wurde nicht aufgegriffen.

Quelle: vku