Regnerative Energiequellen steigern ihren Anteil. Nach Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten Sonne, Wind und andere regenerative Quellen 44 Prozent des Stromverbrauchs im ersten Halbjahr 2019 (2018: 39 Prozent).

 

Die Steigerung sei auch auf außergewöhnliche Witterungsverhältnisse zurückzuführen, erklärten die Urheber der Zahlen in der heutigen (26.6.) Veröffentlichung. Der Monat März verzeichnete einen Windrekord und auch in den übrigen Monaten lagen die Winderträge über den langjährigen Durchschnittswerten. So war die Windkraft an Land mit über 55 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) der größte Erzeuger regenerativer Energie (1. Halbjahr 2018: 47 Mrd. kWh). Die höchste Zuwachsrate erzielte mit 30 Prozent auf 12 Mrd. kWh die Windkraft offshore (1. Halbjahr 2018: 9,2 Mrd. kWh)

 

Der Vorstand von ZSW und BDEW sprachen sich einheitlich für einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien aus. Um das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssten beispielsweise Flächenbeschränkungen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen aus dem Weg geräumt werden, erklärte BDEW-Chef Stefan Kapferer. ZSW-Vorstand Frithjof Staiß sprach sich in diesem Zusammenhang für einen CO2-Zuschlag auf Preise für fossile Energieträger aus. (ik)