Der französiche Energiekonzern Engie (vormals GDF Suez) zieht sich weiter aus der kohlebasierten Stromerzeugung zurück. Wie das Unternehmen am Freitag (26.4.) mitteiteilte, gibt es eine unterzeichnete Vereinbarung mit einer Investmentgesellschaft, die die Beteilungen an den Kohlekraftwerken in Rotterdam, Farge (Bremen), Zolling (Bayern) und Wilhelmshaven übernimmt.

 

Mit der geplanten Transaktion an die Investmentgesellschaft Riverstone Holdings (Sitz New York) werde das Unternehmen die konsolidierte  Nettoverschuldung um rund 200 Millionen Euro reduzieren, heißt es in der Pressemitteilung. Nach diesem Verkauf, der im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden soll, liegt der Kohleanteil an den weltweiten Stromerzeugungskapazitäten von Engie dann noch bei vier Prozent (zum Vergleich 2015: 13 Prozent). Stattdessen plant der Konzern "Marktführer beim Übergang zu CO2-Neutralität" zu sein. Laut CEO Isabelle Kocher will Engie bis 2021 für diese Aktivitäten 12 Milliarden Euro bereitstellen.

 

Die Engie Deutschland AG pflegt strategische Kooperationen mit den lokalen Stadtwerken in Berlin (Gasag), Gera (Energieversorgung Gera), Saarbrücken (Energie SaarLorLux) und Wuppertal (WSW Energie & Wasser). An dem Kohlekraftwerk Wilhelmshaven sind die WSW mit 15 Prozent beteiligt. (ik)