Es ist inzwischen wieder leise geworden um das Thema "Rekommunalisierung". Das Wuppertal Institut hat sich in einem kürzlich veröffentlichen Report mit den "Erfolgsfaktoren neugegründeter Stadtwerke" beschäftigt, um damit auch eine Forschungslücke zu schließen.

 

Die knapp 60 Seiten umfassende Studie ist in Zusammenarbeit der gemeinnützigen Forschungseinrichtung Wuppertal Institut mit dem energiewirtschaftlichen Beratungsunternehmen Bluberries (München) entstanden. Unter dem Titel "Explorative Untersuchung zu Erfolgspotentialen bei neugegründeten Stadtwerken" sind die Autoren der Frage nachgegangen, was den Erfolg eines seit 2005 neugegründeten Stadtwerks ausmacht und ob die Ziele der Rekommunalisierung in den ausgewählten Handlungsfeldern - Kooperation, Digitalisierung, Resilienz und soziale Verantwortung -erreicht worden sind.

 

Die Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ, weil zwischen 2005 und 2016 nur 152 Neugründungen zu verzeichnen sind. Dennoch ließen sich erste Tendenzen beschreiben, was den neuen Unternehmen wichtig sei und welche Erfolgsindikatoren auf kommunaler Ebene verfolgt würden, beschreiben die Autoren die Zielrichtung ihres Reports. Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Online-Befragung der Geschäftsführer der neugegründeten Unternehmen. Darüber hinaus sind maßgeblich die Ergebnisse verschiedener Vorstudien zum Themenbereich Rekommunalisierung und Stadtwerkeneugründungen eingeflossen, die das Wuppertal Institut bereits in den vergangenen Jahren durchgeführt hat. (ik)

 

 

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