Deutschland bleibt ein Mieterland. Die jüngst veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, belegt aufs Neue, dass weniger als die Hälfte der Deutschen in einer eigenen Wohnung oder Haus leben. In kaum einem anderen europäischen Land sei dieser Wert so niedrig.

 

 Als Gründe führen die Autoren der Studie, die im Auftrag der Reihenaus AG erstellt wurde, die steigende Quote von Singlehaushalten in Städten, wachsende Studentenzahlen und damit verbunden ein späteres Einstiegsalter in die Berufstätigkeit sowie die hohen Erwerbsnebenkosten an. Vor allem junge Menschen würden deshalb häufiger zur Miete wohnen. Laut Studie lag die Eigentumsquote der 25- bis 34-Jährigen 1999 bei 23 Prozent. 2017 bei 12 Prozent. Allein die Senioren schaffen es, die 50-Prozent-Marke zu knacken. Fazit: Sowohl die demografische Entwicklung wie die Urbanisierung dämpfen die Wohneigentumsbildung. (ik)