Wer demnächst seine Immobilie verkaufen möchte, sollte zurvor einen Blick auf das Verfallsdatum des Energieausweises werfen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) weist darauf hin, dass die ersten, Anfang 2009 ausgestellten Energieausweise von Wohnhäusern mit Baujahr 1966 und jünger nach zehn Jahren ihre Gültigkeit verlieren.

 

Das gelte auch für Energieausweise von Nichtwohngebäuden, die am 1. Juli 2019 das Verfallsdatum erreichen. Bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung ist die Vorlage eines aktuellen Energieausweises Pflicht. Es besteht die Wahl zwischen einem Bedarfs- und einem Verbrauchsausweis. Dena rät zum Bedarfsausweis (mit Verbrauchswerten der vergangenen drei Jahre), denn nur der sei aussagekräftig und mache unterschiedliche Häuser vergleichbar.

 

Die Immobilie kann noch so energieeffizient geplant und gebaut sein, zuletzt entscheidet der Bewohner, wieviel Energie verbraucht wird. Der Bedarfsausweis stellt den energetischen Zustand des Gebäudes dar, und zwar unabhängig vom Nutzerverhalten. Hier zählen die Faktoren Qualität der Gebäudehülle, technische Anlagen und Art des Energieträgers. (ik)