Abfallwirtschaftshof60 Kilogramm pro Einwohner und Jahr (kg/E*a) wollen die kommunalen Abfallwirtschaftsunternehmen zusätzlich an Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf zurückführen. Das entspricht einem Gesamtpotenzial von circa 4,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Dieses ambitionierte Ziel hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in einer Recyclingstrategie definiert. Ziel ist es, das Recyclingpotenzial aus Siedlungsabfällen bestmöglich und stoffstromspezifisch auszuschöpfen.  

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newsimageAn der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) treffen sich Dienstag und Mittwoch dieser Woche Experten zur 9. Leipziger Deponiefachtagung. Veranstalter sind neben der HTWK die Landesämter für Umwelt von Sachsen-Anhalt und Brandenburg. "Abfälle lassen sich nicht vermeiden. Müll ist inzwischen nicht mehr Abfall, sondern Ressource", erklärt Prof. Dipl.-Ing. Manfred Kilchert zum Stellenwert der Veranstaltung im Audimax der HTWK in Leipzig. (ik)

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DDRMllTonnenDie Kommunen erreichen in der Restmüllerfassung einen Marktanteil von mehr als 45 Prozent. Diese Statistik hat heute der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) aufgrund einer aktuellen eigenen Erhebung unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten veröffentlicht. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern vergrößert sich der Abstand zwischen Privatwirtschaft und Kommunalwirtschaft, indem die Kommunen einen Anteil von 79 Prozent erreichen. Der BDE kontert mit dieser Statistik dem Vorwurf, private Unternehmen wollten sich "nur die Rosinen aus dem Abfall picken".

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P1010702Das Bundeskartellamt hat zu Beginn der Woche seinen Abschlussbericht zu der im Juli 2012 eingeleiteten Sektoruntersuchung „duale Systeme“ veröffentlicht. Der Bericht analysiert die Auswirkungen der Wettbewerbsöffnung auf dem Markt der Rücknahme und Verwertung von Verpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, bewertete die Überführung der einst monopolitisch geprägten Marktstruktur in einen Wettbewerbsmarkt positiv. Die Wettbewerbssituation hätte zu einer Kosteneinsparung geführt und keine negativen Folgen für die Qualität und Verlässlichkeit des dualen Systems mit sich gebracht. Äußerst kritische meldete sich der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) zur Sektoruntersuchung des Kartellamtes zu Wort.

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P1010702Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat sich heute in der Auseinandersetzung um das in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und die Kritik deutscher Wirtschaftsverbände zu Wort gemeldet. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck erklärte, es sei niemandem gedient, diese ausreichend geführte Debatte neu aufzurollen. Derzeit würden rund 60 Prozent aller Sammelleistungen von Kommunen an private Entsorger ausgeschrieben. Von staatlichen Monopolen und fehlendem Wettbewerb könne nicht die Rede sein. Vielmehr, so hob Reck weiter hervor, unterbinde das neue Gesetz "das ungehinderte Rosinenpicken von Wertstoffen gewerblicher Entsorger" zu Lasten der gebührenzahlenden Bürger. (ik)

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Das Magazin für Kommunalwirtschaft