Plastik ist langlebig. Laut der Europäischen (EU) Kommission bestehen mehr als 80 Prozent der Wegwerfprodukte, die kunterbunt im Meer treiben aus Plastik. Das EU Parlament hat sich heute (24.10.) für ein Verkaufsverbot von Einweg-Kunststoffartikeln ausgesprochen. Sie allein machen schon über 70 Prozent der Abfälle im Meer aus. Bis 2021 sollen Plastikprodukte wie Trinkhalme, Teller und Besteck vom Markt verschwinden.

Auch leichte Einwegverpackungen wie Burgerboxen und Lebensmittelbehälter für Obst, Gemüse und Desserts, für die es keine Alternative gibt, sollen bis 2025 um mindestens 25 Prozent verringert werden. Bis zu diesem Datum müssen 90 Prozent aller anderen Plastikartikel wie Getränkeflaschen getrennt eingesammelt und recycelt werden. Der Zigarettenfilter ist der am zweithäufigsten weggeworfene Einwegartikel. Einmal in der Gosse gelandet, braucht er bis zu zwölf Jahre bis er zerfallen ist. Zigarettenstummel können zwischen 500 bis 1000 Liter Wasser verunreinigen. Folglich sollen Zigarettenfilter in den nächsten sieben Jahren um 50 Prozent und bis 2030 um 80 Prozent reduziert werden. 

Die belgische EU-Abgeordnete der Liberalen, Frédérique Ries, erklärte: " Die heutige Abstimmung ebnet den Weg für eine ehrgeizige Richtlinie. Sie ist unerlässlich, um die Meeresumwelt zu schützen und die Kosten für Umweltschäden, die durch Kunststoffverschmutzung in Europa verursacht und bis 2030 auf 22 Milliarden Euro geschätzt werden, zu senken." (ik)