Großhandelspreise für Strom werden in Deutschland an der Strombörse in Leipzig ermittelt. Mathematiker und Volkswirte der Universität Trier und des Energie Campus Nürnberg haben diesen Handel analysiert und nachgerechnet. Das System könnte effizienter sein, lautet das Ergebnis der Untersuchung. Regionale Preise und weniger Stromtrassen könnten zu einem großen volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen führen, stellen die Wissenschaftler fest.

 

Sieben Kommunen im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) können nach jahrelangen Verhandlungen erfolgreich das örtliche Stromnetz übernehmen. Zwischen der Energieversorgung Mittelrhein und Innogy konnte jetzt eine Einigung herbeigeführt werden, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Der Ausbau der Stromnetze soll deutlich beschleunigt werden, um eine "sichere und bezahlbare Energiewende" zu gewährleisten. Dafür hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) heute (14.8.) im Rahmen seiner Netzausbaureise bei der Bundesnetzagentur in Bonn den "Aktionsplan Stromnetz" vorgestellt. 

Die Kosten zur Stabilisierung des Stromnetzes sind 2017 weiter gestiegen. Nach den gestern (18.6.) veröffentlichen Zahlen der Bundesnetzagentur mussten im vergangenen Jahr für die Systemsicherheit 1,4 Milliarden Euro aufgewendet werden. "Nur der Netzausbau kann langfristig die hohen Kosten für die Netz- und Systemsicherheit senken", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur anlässlich der Präsentation des aktuellen Berichts zur Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen  in Bonn.

Dass die erhöhte Einspeisung erneuerbarer Energien die Stromnetze stärker belastet,  bestätigt einmal mehr eine Untersuchung der Jacobs University Bremen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass selbst kleinste Frequenzschwankungen über große Distanzen messbar und baumartig aufgebaute Verteilernetze stabiler sind.

 

Verteilnetzbetreiber sind ein unverzichtbare Akteure der Energiewende. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratung Becker Büttner Held (BBH), die gestern (15.5) im Rahmen der von BBH organisierten 12. Regulierungskonferenz (AK REGTP) in Berlin vorgestellt wurde.

Die Energieunternehmen EWE (Oldenburg), das Tochterunternehmen EWE Netz und die Stadtwerke Delmenhorst haben kürzlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Start einer "umfassenden Kooperation im Energie- und Infrastrukturbereich" bekundet.

Ohne weiteren Netzausbau wird die Energiewende kein Erfolg werden. Die gestern (13.3.) vorgestellte Meta-Studie des Freiburger Öko-Instituts im Auftrag der Renewables Grid Initiative (RGI) bestätigt, dass eine dezentrale Stromerzeugung nicht ohne die bis 2030 geplanten, rund 4000 Kilometer neuen Stromtrassen auskommen wird.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Landesverband in Bayern haben heute eindringlich vor unverhältnismäßigen Kostensteigerungen beim Netzausbau gewarnt. Sowohl Bundes- wie Landesverband lehnen einvernehmlich eine sogenannte "Bauernmaut" ab.

Keine Energiewende ohne den Zubau von weiteren Stromtrassen. Birgt der massive Ausbau der Stromleitungen eine mögliche Gefahr für die Gesundheit der Bürger? Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will mögliche gesundheitliche Auswirkungen in einem groß angelegten Forschungsprogramm mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums untersuchen lassen. Heute (11.7.) wurde das 18 Millionen schwere Forschungspaket in Berlin vorgestellt.

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 DUU5556 1280x854Foto: rc/Hartmut Bühler

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