Ein neu zugeschnittenes Kompetenzcenter soll die Digitalisierung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen voranbringen. Mit Beginn des Jahres hat das "Kompetenzcenter Digitalisierung" (KCD), angesiedelt beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Gelsenkirchen, die Arbeit aufgenommen.

 

In einer "schlankeren" Organisationsstruktur des KCD sind die bisherigen Kompetenzcenter "Elektronisches Fahrgeldmanagement" (KCEFM) und Fahrgastinformation (KCF) zusammengefasst worden. Über diese Umstrukturierung sollen beispielsweise die Einführung eines landesweiten E-Tickets im ÖPNV "effizienter bearbeitet werden", wie das Verkehrsministerium in Düsseldorf kürzlich mitteilte. Die neue Abteilung "Grundsatzangelegenheiten der Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung" im Verkehrsministerium von NRW wird die Tätigkeiten des KCD begleiten. Für das Gesamtprojekt zur Umsetzung der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive hat das Verkehrsministerium eine Förderung bis 2022 in Höhe von 6,8 Millionen Euro bewilligt.

 

Bisherige Regelung

Zuvor lag beispielsweise die Zuständigkeit Verkehrsunternehmen und Verbünde bei der Einführung und Fortentwicklung elektronischer Fahrgeldmanagement-Systeme zu unterstützen beim KCEFM im VRR. Das KCF war bei der Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG) in Münster verortet und zuständig für ÖPNV-Auskunftssysteme. Im neuen Kompetenzcenter Digitalisierung werde nun gemeinsam auf eine einheitliche "Informations- und Dienstleistungslandschaft im ÖPNV" hingearbeitet, erklärte VRR-Vorstand José Luis Castrillo. (ik)