Parken in zweiter Reihe, Lärmbelästigung, Feinstaubbelastung, drei Schlagworte, die den innerstädtischen Verkehr beschreiben. Andererseits wollen Unternehmen mit Ware versorgt werden, die Bürger einkaufen gehen und dennoch umweltverträglich handeln. Wie öffentliche Akteure aus dieser Zwickmühle herausfinden könnten, zeigen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO/Stuttgart) anhand einer aktuell veröffentlichen Studie.

Ein neu zugeschnittenes Kompetenzcenter soll die Digitalisierung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen voranbringen. Mit Beginn des Jahres hat das "Kompetenzcenter Digitalisierung" (KCD), angesiedelt beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Gelsenkirchen, die Arbeit aufgenommen.

 

Die Bus-Haltestelle liegt vor der Tür. Wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)  in einer Studie herausgefunden hat, befindet sich für 92 Prozent der Bevölkerung eine Bushaltestelle in einer Entfernung von rund 600 Metern Luftlinie. 

Lärm, Feinstäube, Zeitfresser - der innerstädtische Verkehr stellt Nerven und Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer täglich neu auf die Probe. Kommunen könnten hier eine Vorbildfunktion übernehmen indem sie als Vorreiter die eigenen Mobilitätsformen verbessern. Wie es um diese überhaupt bestellt ist, soll aktuell eine bundesweite Erstbefragung klären.

Bus und Bahn sind weiterhin gefragt. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden - anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche (16. bis 22.09.18) - nutzten mehr als 5,8 Milliarden Fahrgäste den Linienverkehr im ersten Halbjahr 2018. Der Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeute einen neuen Fahrgastrekord.