Das Bundeskabinett hat heute den Klimaschutzbericht 2017 beschlossen. Die 40-Prozent-Marke ist damit Geschichte. Stattdessen wird eine neue Schätzung der CO2-Minderung gegenüber 1990 auf etwa 32 Prozent beziffert.

Die "Handlungslücke" von acht Prozent oder 100 Millionen Tonnen CO2 soll laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) über die Instrumente erneuerbare Energien oder Elektromobilität geschlossen werden. Denn für die Lücke werden vorrangig der Verkehrssektor und das Wirtschaftswachstum verantwortlich gemacht.

Das 2014 beschlossene Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 hat laut Schulze die Lücke von zölf auf acht Prozentpunkte gedrückt. Die vor vier Jahren beschlossenen Maßnahmen sollten zusätzliche Minderungen in einer Größenordnung von 62 bis 78 Millionen Tonnen CO2 bringen. Der jetzt veröffentlichte Bericht zeigt eine maximale Einsparung von 52 Millionen Tonnen und bringt damit eine Minderung von zwei Dritteln des ursprünglichen Zielwertes. Das lege daran, dass einige Maßnahmen bislang noch nicht den gewünschten Effekt erreicht hätten. Genannt werden ausdrücklich die Sektoren Verkehr und Gebäude. (ik)