Verbraucher plädieren für weniger Verpackungsmüll. Nahezu jeder dritte Supermarktkunde würde sogar auf das Produkt verzichten, weil es zu aufwendig oder nicht nachhaltig verpackt ist. Zu diesen Ergebnissen kommt eine von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage.

Natürlich ist alles eine Frage des Geldes. Nach Auswertung der Umfrage würden neun von zehn Verbrauchern nachhaltige Verpackungen vor allem dann nutzen, wenn sie nicht mehr kosten. Nur knapp ein Viertel der Befragten wären bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Nach wir vor wird der Kritikpunkt genannt, dass der Handel die Produkte nicht deutlich genug als Mehrweg auszeichnet und damit besser erkennbar macht.

Mehrweg auch im Versandhandel gefragt

92 Prozent der befragten Einkaufskunden würden sogar weitgehend ganz auf Plastik verzichten. Neun von zehn Verbrauchern finden die Möglichkeit gut, Verpackungen mehrmals zu nutzen. Das gilt auch für den boomenden Versandhandel. Sieben von zehn Befürwortern wären laut Umfrage bereit, einen Pfand von durchschnittlich 2,49 Euro für eine Mehrweg-Versandpackung zu bezahlen.

PwC hält als Fazit fest: Die Akzeptanz der Verbraucher für innovative Verpackungsansätze sei hoch, ebenso die Erwartungshaltung an Hersteller und Händler im Sinne der Nachhaltigkeit ihre Konzepte umzustellen.

Hintergrund

Seit Anfang 2018 gilt in China, als bislang wichtigster Abnehmer für deutschen Plastikabfall,  ein Importverbot für bestimmte Sorten. 2019 wird in Deutschland ein neues Müllgesetz in Kraft treten, das die Recyclingquoten für Haushalte erhöht. (ik)