Die Ausgaben für Umweltschutzleistungen sind 2016 weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute (6.2.) mitteilt, erreichten die Ausgaben im Jahr 2016 mit einem Plus von knapp drei Prozent rund 66 Milliarden Euro.

 

Unternehmen in Deutschland wendeten über 41 Milliarden Euro, Privathaushalte gut 14 Milliarden und der Staat rund zehn Milliarden Euro über umweltbezogene Steuern auf. Als umweltbezogene Steuern gelten beispielsweise die Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) oder die Kraftfahrzeug-, Strom- oder Luftverkehrsteuer sowie die im Rahmen des europäischen Emissionshandels versteigerten Emissionsberechtigungen. Die so erhobenen Steuern verteuern umweltschädliche Aktivitäten und wollen im Umkehrschluss Anreize zu umweltfreundlicherem Verhalten setzen.

 

Mit einem Anteil  rund 40 Milliarden Euro an den insgesamt 66 Milliarden Euro nimmt die Energiesteuer in der Umweltökologischen Gesamtrechnung den größten Anteil ein. Über die Kraftfahrzeugsteuer wurden knapp neun Milliarden Euro fällig. Weitere bedeutende umweltbezogene Steuern waren die Stromsteuer (6,5 Milliarden Euro) und mit jeweils über einer Milliarde Euro die Luftverkehrsteuer sowie versteigerte Emissionsberechtigungen.

 

Einsatz der Steuern

Die Bereiche Abwasserwirtschaft (45 Prozent) und Abfallwirtschaft (34 Prozent) bilden den größten Part auf der Ausgabenseite. Für die Beseitigung von Umweltverunreinigungen wurden laut Destatis 14 Prozent der Ausgaben verwendet, auf Artenschutz und sonstige Umweltschutzaktivitäten entfielen sieben Prozent. (ik)