Andreas Feicht (47/Foto), seit 2007 Vorstandsvorsitzender der WSW Energie und Wasser AG in Wuppertal, wechselt in die Führungsspitze des Bundeswirtschaftsministeriums. Wie das Ministerium heute (9.1.19) mitteilte, wird Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) Feicht zum beamteten Staatssekretär für Energie und Digitales berufen. 

Nach fast einjähriger Suche hat Wirtschaftsminister Altmeier endlich einen Nachfolger für den früheren Staatssekretär Rainer Baake (Grüne) gefunden. Viel Zeit, sich auf seine neue Position vorzubereiten, bleibt Feicht (CDU) nicht. Er soll sein Amt in Berlin zum 1. Februar 2019 antreten. Neben Ulrich Nußbaum (parteilos/Wirtschafts- und Industriepolitik) und Claudia Dörr-Voß (parteilos/Europapolitik) verfügt das Ministerium dann wieder über drei beamtete Staatssekretäre. Die Energieaufgaben hatte zwischenzeitlich Nußbaum übernommen. 

 

Reaktionen

Der Aufsichtsratsvorsitzende der WSW, der NRW-Landtagsabgeordnete Dietmar Bell (SPD), bedauerte die Berufung Feichts nach Berlin für die WSW und die Stadt Wuppertal als "großen Verlust". Gleichzeitig sei sie eine ebenso große Anerkennung für die Arbeit des Vorstandsvorsitzenden. In den nächsten Tagen wolle man in engster Abstimmung mit den Gesellschaftern (an der WSW Energie & Wasser AG sind die Wuppertaler Stadtwerke - 66,9 Prozent - und die Engie Deutschland AG - 33,1 Prozent beteiligt) und dem Aufsichtsrat die Nachfolge regeln.

Die Branche nahm die Personalnotiz aus Berlin mit breitem, positiven Echo auf. Es sei ein wichtiges Signal, dass Altmeier mit seinem neuen Energiestaatssekretär einen ausgewiesenen Praktiker der kommunalen Energiewirtschaft für diese Schlüsselposition zur weiteren Ausgestaltung der Energiewende gewinnen konnte", äußerte sich Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie. "Es ist erfreulich, dass dieser wichtige Posten nun endlich besetzt wird und mit Andreas Feicht ein ausgewiesener Energieexperte das Amt übernimmt", freut sich Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf die künftige Zusammenarbeit.

Engagement weit über Wuppertal hinaus

Auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) gratulierte Andreas Feicht zu seiner Berufung. Die Bundesregierung gewinne mit Feicht einen erfahrenen und erfolgreichen Energiemanager, heißt es aus dem Verband in Berlin. Feicht war dem VKU sechs Jahre als Vizepräsident verbunden und ebenso lang als Vorsitzender des Leitausschusses Energie. Der Landesgruppe des VKU in Nordrhein-Westfalen gehörte Feicht über sechs Jahre lang an. Erst im Juni vergangenen Jahres war Feicht einstimmig zum neuen Präsidenten der CEDEC (European Federation of Local Energy Companies), bestellt worden. Der europäische Verband vertritt mehr als 1500 lokale Energieunternehmen gegenüber Entscheidungsträgern innerhalb der Europäischen Union. (ik)