Die Stadtwerke Rietberg-Langenberg (Nordrhein-Westfalen) sind seit ein paar Tagen beschlossene Sache. Die Räte der Stadt Rietberg und der Gemeinde Langenberg haben sich kürzlich mehrheitlich für die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung entschieden. Als strategischer Partner stehen beiden Kommunen die Stadtwerke Soest zur Seite.

In beiden Städten soll es nach Auskunft der Kommunen jeweils eine Anlaufstelle mit kompetenter Beratung geben. Und das voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten Stadtwerke wird ein Mann mit Erfahrung übernehmen. Mit Dieter Nowak, dem scheidenden Kämmerer und Beigeordneten der Stadt Rietberg, wird sich direkt nach seinem Eintritt in den Ruhestand dieser Aufgabe als "geringfügig Beschäftiger" widmen, heißt es vonseiten der Stadt. Verstärkung kommt aus Soest. Der kaufmännische Prokurist der Stadtwerke Soest, Christoph Kreim, übernimmt zusätzlich die Geschäftsführung bei den Stadtwerken Rietberg-Langenberg. Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder ist froh über diese Variante. "So halten wir die laufenden Kosten niedrig", erklärte er, um im Wettbewerb besser bestehen zu können. Insgesamt sollen fünf neue Arbeitsplätze entstehen.

Eindeutige Wahl

Die Wahl des strategischen Partners ist ordnungsgemäß über ein vergaberechtliches Verfahren erfolgt. Nach Auskunft beider Kommunen hatten vier Stadtwerke ihr Interesse bekundet. Die Soester entschieden die Wahl für sich, weil sie als einzige ein ausführliches Angebot vorlegten.

Zwei Kontrollgremien

Die neue Gesellschaft verfügt über einen Aufsichtsrat sowie eine Gesellschafterversammlung als Kontrollgremien. Letzterer gehören Susanne Mittag, Andreas Sunder als Bürgermeister der beteiligten Kommunen an sowie André Dreißen als Geschäftsführer der Stadtwerke Soest. Sie alle haben ebenfalls ein Mandat in dem neun Mitglieder starken Aufsichtsrat.

"Interkommunale Zusammenarbeit"

Die Eigenkapitalausstattung der Stadtwerke Rietberg-Langenberg mit einer Gesamtsumme von 400.000 Euro teilt sich wie folgt auf: Stadtwerke Soest 49,9 Prozent der Gesellschafteranteile, auf die Stadt Rietberg entfallen 37,6 Prozent und auf Langenberg 12,5 Prozent.

Die kommunalen Spitzen geben sich optimistisch und sehen das Projekt als "gelungenes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit" und gut für die städtischen Finanzen. (ik)