Das NRW-Umweltministerium sieht derzeit keinen Einfluss durch den ehemaligen Atomreaktor THTR Hamm-Uentrop auf Krebserkrankungen in der umliegenden Bevölkerung. Das gab das NRW-Umweltministerium am Donnerstag mit Verweis auf eine Auswertung des Epidemiologischen Krebsregisters NRW bekannt. Das Register hatte die Krebshäufigkeiten der umliegenden Kommunen Hamm, Beckum, Ahlen, Lippetal und Welver analysiert und mit Daten aus Referenzregionen verglichen.

Eine Auffälligkeit gebe es jedoch: Zwischen 2008 und 2010 gab es eine statistisch signifikant erhöhte Rate für Schilddrüsenkrebs bei Frauen. Ein Zusammenhang zum Störfall von 1986 konnte nicht nachgewiesen werden. Die Ursachen würden weiter untersucht. (ik)