Wer von Singles spricht, hat in der Regel junge Menschen vor Augen. Die "Zahl der Woche" aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis) verdeutlicht, dass je älter die Menschen werden, die Single-Haushalte steigen. 

 

Im vergangenen Jahr lebten laut Destatis 45 Prozent der Frauen im Alter von über 65 Jahren allein in einem Haushalt. Bei den Männern in dieser Altesgruppe waren es gerade einmal 20 Prozent.

Höhere Lebenserwartung der Frauen

Der Blick auf diese Altersgruppe insgesamt zeigt, dass Single-Haushalte auf einen Anteil von insgesamt 34 Prozent kommen. Deutlich mehr ältere Menschen leben mit ihrem Ehepartner zusammen (59 Prozent). Die Männer sind hier mit 74 Prozent klar in der Mehrheit gegenüber 48 Prozent Frauenanteil. Mit höherem Alter steigt natürlich der Anteil der Alleinlebenden, wobei auch der Unterschied zwischen Männern und Frauen größer und die höhere Lebenserwartung der Frauen deutlich wird: Fast drei Viertel (73 Prozent) der Frauen im Alter von über 85 Jahren lebten alleine, während es bei den Männern der gleichen Altersgruppe nur ein Drittel (33 Prozent) war. 

 

Im jungen und mittleren Alter lebten dagegen Männer häufiger allein. Im Alter ab 58 Jahren kehrt sich dieses Verhältnis dann um. Unabhängig vom Alter der Menschen steigt insgesamt die Zahl der Single-Haushalte: 1991 waren es 34 Prozent der Privathaushalte, 26 Jahre später (2017) 42 Prozent. (Quelle: Mikrozensus 2017/ik)