Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat heute (7.11.) den Italiener Andrea Enria (57)  als neuen Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums nominiert. Enria fungiert derzeit als Vorsitzender der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Der Italiener konnte sich in der Abstimmung gegen die VIze-Chefin der irischen Notenbank, Sharon Donnery, durchsetzen.

Im Einklang mit der interinstitutionellen Vereinbarung zwischen EZB und dem Europäischen Parlament hat die EZB den Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Währung (Committee on Economic and Monetary Affairs - ECON) des EU-Parlaments, Roberto Gualtieri (Partito Democratico/Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im EU-Parlament), informiert. Ebenso den Vorsitzenden des Rats für Wirtschaft und Finanzen, den österreichischen Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP). 

Der ECON wird nun Enria zu einer öffentlichen Anhörung einladen. Im Falle der Zustimmung durch das Parlament und der Bestätigung durch den EU-Rat wird Andrea Enria Nachfolger der Französin Danièle Nouy zum 1. Januar 2019. DIe Amtszeit über die Aufsicht der größten Banken in Europa ist auf fünf Jahre beschränkt und kann nicht verlängert werden. (EZB/ik)