Die EEG-Umlage ist mit einem Anteil von durchschnittlich 23 Prozent für Haushaltskunden nur eine von insgesamt acht staatlich veranlassten Komponenten des Strompreises, die der Verbraucher für erneuerbare Energien zahlt. Der online verfügbare Rechner des Thinktanks Agora Energiewende zeigt für 2019 einen Wert zwischen 6,7 und 6,9 Cent pro Kilowattstunde an. Danach bliebe die EEG-Umlage das dritte Jahr in Folge weitgehend konstant. Experten waren vor einem Jahr noch von einem deutlichen Anstieg der EEG-Umlage ausgegangen.

Dass die EEG-Umlage trotz des Wachstums der regenerativen Energien nicht weiter steige, habe mehrere Gründe. Agora Energiewende nennt im Wesentlichen zwei: Die Anlagen für erneuerbare Energien erzielen am Strommarkt mehr Geld über gestiegene Großhandelspreise. Zum Zweiten verbuchen die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) auf dem sogenannten EEG-Konto eine Liquiditätsrücklage in Milliardenhöhe, die 2019 an die Stromverbraucher verrechnet wird. Diese Effekte sind laut Agora Energiewende so hoch, dass die ursprünglich für 2019 prognostizierte Erhöhung hinfällig werde.

Erst 2020 wird erstmalig mit einer Überschreitung der 7-Cent-Marke pro Kilowattstunde gerechnet. Ab Mitte der 2020er Jahre könnten die Werte wieder sinken, die abhängig sind vom Börsenstrompreis und dem Anlagenausbau der erneuerbaren Energien. 

EEG-Umlage hat sich kontinuierlich in die Höhe entwickelt

Für das laufende Jahr 2018 beträgt die EEG-Umlage 6,79 Cent pro Kilowattstunde. Der offizielle Wert der EEG-Umlage wird jeweils am 15. Oktober des laufenden Jahres für das kommende Jahr durch die vier ÜNB (Tennet, TransnetBW, 50Hertz, Amprion) bekanntgegeben. Im Jahr 2008 war die EEG-Umlage erstmalig mit einem Wert von 1, 17Cent pro Kilowattstunde nach Angabe der Bundesnetzagentur ermittelt worden. 2014 (6,24 Cent) kletterte der Wert erstmalig über sechs Cent pro Kilowattstunde. (ik)