Das Thema "Mikroplastik" steht in diesem Jahr ganz vorne auf der Skala der IFAT 2018. Die am Montag in München beginnende Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft (14.5.-18.05.) zeigt die breite Allianz aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die den maximal fünf Millimeter großen Kunststoffteilchen auf der Suche nach Vermeidungsstrategien und Verfahren der Abwasserbehandlung ihre maximale Aufmerksamkeit widmen.

Gleich zum Messestart steht die Fachdiskussion "Rethink- reduce-recycle plastic" auf dem Programm. Themen sind zum einen die Perspektive, wie Flüsse und Ozeane mittel- und langfristig von Plastik befreit werden können, andererseits, wie mit den Mikropartikeln in Gewässern und Kläranlagen verfahren wird.

Einen weiteren Mittelpunkt zum Thema Plastik bietet das Bundesforschungsministerium mit Informationen zu dem weltweit größten und im Herbst 2017 gestarteten Forschungsprogramm "Plastik in der Umwelt". Bis 2021 weden 35 Millionen Euro in 18 Verbundprojekte fließen.

Mikropartikel vom Reifenabrieb

Die Technische Universität (TU) Berlin rückt den Aspekt über das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft und das Projekt RAU (Reifenabrieb in der Umwelt) in den Blick der Öffentlichkeit. Den Wissenschaftlern zufolge sind Menge und Eintrag von Reifenabrieben, die über den Straßenabfluss in die Wasserwelt gelangen, bislang nicht erforscht. Zusätzlich informiert die Universität über den Status quo des Forschungsprojekts OEMP – Optimierte Materialien und Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf, das schon seit April 2016 läuft. Zu diesem TU-Projekt wurden bereits teils marktfähige Produkte entwickelt, die ebenfalls auf der IFAT vorgestellt werden.

Insgesamt haben sich laut Messegesellschaft München zur IFAT in diesem Jahr über 3.100 Aussteller angemeldet. (ik)