Nach den jüngsten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben die privaten Haushalte in Deutschland 2016 mit 665 Milliarden Kilowattstunden 1,4 Prozent mehr Energie verbraucht als im Vorjahr. Der Anstieg ist laut Destatis in erster Linie auf den Wärmeverbrauch zurückzuführen.

Auf die einzelnen Energieträger bezogen, verbrauchten die Haushalte laut Destatis vor allem mehr Erdgas (+ 5,0 %) und erneuerbare Energien (+ 6,3 %). Unter den Erneuerbaren erreichten Brennholz und Pellets mit einem Anstieg von sieben Prozent den höchsten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.

Zeiträume

Mit Bezug zum Jahr 2010 stellten die Statistiker einen leicht rückgängigen Verbrauch (-0,5 %) fest. Allerdings wird über diesen Zeitraum ebenso deutlich, dass sich sich die genutzten Energieträger verändert haben, dass allerdings in der Summe der Verbrauch nicht wesentlich reduziert werden konnte.

So haben die Haushalte weniger Heizöl (-11,7 %) und Strom (-7,9 %) verwendet. Im Gegenzug aber mehr Gas (+5,4 %) und erneuerbare Energien (+18,1 %) verbraucht. Zum Vergleich: 2016 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch mehr als 13 und 2010 rund elf Prozent.

Wärmesektor

Für die Raumwärme ist der Verbrauch seit 2010 auf annäherend gleichem Niveau geblieben. Auch wenn die Statistiker einen Rückgang des Energieverbrauchs pro Quadratmeter Wohnfläche um knapp vier Prozent berechneten, kommt diese Einsparung de facto nicht zum Zuge. Die Bevölkerung ist um 2,6 Prozent gewachsen und die Haushaltsgröße hat sich verringert. Diese Trends wirkten den Effizienzsteigerungen entgegen, so dass sich der Heizenergieverbrauch einzeln betrachtet erhöht habe. (ik)