Die Stadtwerke-Kooperation Trianel von knapp 60 Kommunalversorgern hat im Geschäftsjahr 2016 erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte ein negatives Ergebnis erzielt. Unter dem Strich stand ein Jahresfehlbetrag von 4,1 Millionen Euro.

„In den letzten Jahren haben wir die Belastungen aus der konventionellen Erzeugung sowie den zunehmenden Margendruck noch kompensieren können,“ stellte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, während der Präsentation des Jahresergebnisses 2016 gestern (4.07.) in Düsseldorf fest. Schon Im vergangenen Jahr war Trianel mit einem Jahresüberschuss von 0,1 Millionen Euro nach Steuern hinter den eigenen Erwartungen geblieben. Für 2016 konnte das selbstgesteckte Ziel von 0,3 Millionen Euro "trotz großer Anstrengungen aller Mitarbeiter" nicht erreicht werden.

Hoher Margendruck

Die im Geschäftsjahr 2016 in etwa auf Vorjahresniveau erzielten Umsatzerlöse von saldiert rund 2,1 Milliarden Euro belegten die weiterhin hohe Aktivität von Trianel in ihrem Kerngeschäft Handel und Beschaffung. Insbesondere die digitalen Möglichkeiten für ein modernes Portfoliomanagement über das Trianel DESK und die diversen Handelsdienstleistungen von Trianel behaupteten sich gut im Markt. „Unsere Umsatzentwicklung bei gleichzeitig sinkenden Renditen verdeutlicht aber auch den hohen Margendruck in der Energiewirtschaft“, betonte Oliver Runte, Geschäftsführer der Trianel.

Erfreut zeigten sich Becker und Runte über die weiter erfolgreiche Projektentwicklung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten. „Bei der Entwicklung Erneuerbarer-Energien-Projekte haben wir uns als erste Adresse im kommunalen Umfeld etabliert und haben unsere Ziele sogar übererfüllt“, zog Becker Bilanz.  (ik)