Die beiden kommunalen Energieversorger Stadtwerke München (SWM) und TronderEnergi (TE)(Trondheim/Norwegen) haben kürzlich eine bayerisch-norwegische Windkraft-Kooperation auf den Weg gebracht. Auf der gestrigen (9.1.) Pressekonferenz in der SWM Zentrale in München erläuterten Geschäftsführer Florian Bieberbach und Christian Vogt vom SWM Beteiligungsmanagement die Einzelheiten.

 

Die Verträge über die Zusammenarbeit bei der Windkraft sind unterschrieben. Danach wächst der Ökostrom-Anteil der SWM auf über fünf Milliarden Kilowattstunden bis 2021. Das ist ein weiterer Schritt auf der Zielgeraden der Münchner Stadtwerke bis 2025 so viel Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen wie München benötigt. Bis 2021 soll mit Hilfe norwegischer Windkraft die 70-Prozentmarke erreicht werden.

 

Kooperation in drei Bereichen

SWM und TronderEnergi werden die bestehenden vier Onshore-Windparks in der Region Trondelag in Mittelnorwegen mit einer Gesamtleistung von 120 Megawatt betreiben. Der SWM Anteil am Joint Venture beträgt 70 Prozent.

Mit einem weiteren Anteil von 70 Prozent sind die SWM an den neu geplanten Projekten beteiligt. Beide Partner werden bis 2021 weitere vier Onshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 330 Megawatt bauen und betreiben.

Darüber hinaus ist die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens geplant, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung, über Bau und Betrieb bis zur Instandhaltung abdeckt.

 

Erfahrung in Norwegen

Die Kooperation mit TronderEnergi ist für die Münchner nicht die erste in Norwegen. Schon seit Dezember produziert der Windpark Raskiftet Ökostrom für München. Dieses Gemeinschaftsprojekt der SWM (60-Prozent-Anteil) und der beiden kommunalen norwegischen Energieversorger Eidsiva Energi und Gudbrandsdal Energi liegt in der Hedmark, knapp 300 Kilometer südlich von Trondheim. (ik)