Mit Beginn des neuen Jahres wird ein Großteil der Strom- und Gasnetze in Thüringen nicht länger von der Bundesnetzagentur, sondern wieder von einer Landesregulierungskammer in Erfurt beaufsichtigt. Für Anja Siegesmund (B90/Grüne), Umwelt- und Energieministerin in Thüringen, bringt die neue Energieaufsicht kürzere Entscheidungswege und die Stärkung fachlicher Kompetenz. 

 

In den Zuständigkeitsbereich gehören Energieunternehmen, an deren Elektrizitäts- oder Gasverteilernetz jeweils weniger als 100.000 Kunden unmittelbar oder mittelbar angeschlossen sind. Damit verbleiben die Netze der großen Versorger, der Erfurter Stadtwerke und der Thüringer Energie AG, weiter unter der Aufsicht der Bundesnetzagentur.

Energieaufsicht 

Die Landesregulierungsbehörden sind zusammen mit der Bundesnetzagentur in Bonn für die Regulierung der Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze zuständig, um die Voraussetzungen für einen fairen Wettbewerb bei der Versorgung mit Strom und Gas zu schaffen. Mit Thüringen wächst die Zahl auf 12 Bundesländer, die über eine Landesregulierungsbehörde verfügen. Die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen und Schleswig-Holstein haben noch keine eigene Energieaufsicht. (ik)