Zehn nationale Verbände der Energiewirtschaft in Europa haben heute (10.10.) in Berlin einen gemeinsamen Appell  zur Sicherung der europäischen Stromversorgung verabschiedet. Die Verbände bekennen sich zu den europäischen Klimaschutzzielen. Gleichzeitig müsse der Energiemarkt im Sinne der Versorgungssicherheit weiter entwickelt werden.

Die gemeinsame Erklärung wurde im Rahmen der Konferenz "Gesicherte Leistung in Europa" des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unterzeichnet. Der BDEW-Vorsitzende Stefan Kapferer sieht sich von seinen europäischen Partnern bestätigt, dass sich Deutschland im kommenden Jahrzehnt nicht allein auf gesicherte Kraftwerksleistung der Nachbarländer verlassen könne. Denn in den Nachbarstaaten verläuft die Entwicklung ähnlich wie in Deutschland: Stromerzeugungskapazitäten auf Basis erneuerbarer Energien werden ausgebaut, während gesicherte Leistung in Form von Gas- und Kohlekraftwerken vom Netz gehen.

"Vielmehr müssen wir bei einer rascheren Reduzierung der Kohleverstromung selbst für neue, energiewende-kompatible gesicherte Leistung sorgen", erklärte Kapferer in Berlin. Dazu müsse das Gesetz zur Kraft-Wärme-Kopplung verlängert werden, attraktive Bedingungen für den Bau und Betrieb von Energiespeichern sowie für Demande Side Management geschaffen werden, so die Forderungen vonseiten des BDEW.

Versorgungssicherheit in Europa könne nur im Zuge der Weiterentwicklung eines für die Energiewende geeigneten integrierten europäischen Energiemarktes wirksam gewährleistet werden, wird einvernehmlich konstatiert. Deshalb wurde vereinbart, dass sich die Verbände kontinuierlich austauschen.

Den Appell haben insgesamt zehn Verbände aus Tschechien, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österrreich, Belgien, der Schweiz und Deutschland unterzeichnet. (ik)