"Man würde dem kommunalen Leben den Stecker ziehen. Ein Drittel der Fahrverbote, die in Mainz herumfahren, haben einen Dieselmotor. Lieferanten, Handwerker und sehr viele Pendler kämen nicht mehr in die Städte hinein. Das ist ein unvorstellbares Szenario. Wir müssen alles tun, damit es nicht dazu kommt", erklärte der Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) und Mainzer Oberbürger, Michael Ebling, in einem am Sonntag (3.9.) veröffentlichten Interview im Handelsblatt.

Ebling nimmt am heutigen Montag (4.9.) am sogenannten "Nationalen Forum Diesel" in Berlin teil. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) triftt auf diesem Forum die Verantwortlichen der Kommunen, die in besonderem Maße von Stickstoffbelastungen in der Luft betroffen sind.

Ziel des Forums ist es, nachhaltige Mobilität zu fördern, pauschale Fahrverbote zu vermeiden sowie Beschäftigung und Verbraucherschutz zu sichern. Auf dem ersten "Dieselgipfel" am 2. August 2017 hatten sich Bund, Länder und die Automobilindustrie auf erste Schritte verständigt. Dazu gehört neben Software-Updates und Umstiegsprämien der Hersteller auch der gemeinsame Fonds "Nachhaltige Mobilität für die Stadt". Über die Verwendung des Fonds wird die Bundeskanzlerin heute mit den am stärksten belasteten Städten beraten. (ik)