Thomas Behler hat offiziell am 1. Juni seine neue Position als Geschäftsführer der Stadtwerke Radevormwald GmbH und damit die Nachfolge von August Kuhl angetreten. Der aus Datteln (NRW) stammende Behler war zuletzt als Prokurist und Berater für Energiewirtschaft bei der Münchner Ingenieurberatungsgesellschaft für Energie und Umwelt "Base Technologies" tätig. Als ehemaliger technischer Leiter der Stadtwerke Flensburg GmbH bringt Behler Erfahrungen aus der Kommunalwirtschaft mit. (ik)

kommunal_001kozanakrcAm 1. Juni 2012 tritt das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft. Das Gesetz sieht ab 2015 die getrennte Erfassung von Glas-, Metall-, Papier-, Kunststoff- und Bioabfällen vor. Ab 2020 soll eine vorgeschriebene Recyclingquote von 65 Prozent erreicht sein. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) wertet das neue Gesetz positiv, da es das "Rosinenpicken von Wertstoffen aus Haushaltsabfällen" auch zukünftig erschwere. Die Bedenken, das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz sei nicht mit dem europäischen Recht vereinbar, hält der VKU für unbegründet. Dem hält der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) entgegen, dass zum heutigen Zeitpunkt der Europäischen Kommission in Brüssel Beschwerden von fünf Wirtschaftsverbänden und sechs Umweltverbänden vorlägen, darunter zwei des BDE. Peter Kurth, Präsident des BDE, erklärte dazu heute in Berlin, dass die "klare europäische Intention der Abfallrahmenrichtlinie" nicht umgesetzt worden sei.

(Foto: rc)

_BBB3578rathausconsult"Jetzt können wir noch relativ entspannt sein, aber in fünf Jahren werden wir bereits ganz andere personalwirtschaftliche Diskussionen erleben", davon ist Volker Halsch (Foto), Leiter Marktmanagement bei Vivento, überzeugt. Immer drängender wird seiner Meinung nach die Frage, wie sich der öffentliche Sektor positioniert, um auf dem Personalmarkt der Spitzenkräfte mitbieten zu können. Für den Vivento-Manager nehmen die Stadtwerke in dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle ein. Arbeiteten sie doch unternehmerisch und entwickelten eine hohe Investitionskraft. Damit veränderten sie das Erscheinungsbild des öffentlichen Sektors, wovon letztlich der gesamte Öffentliche Dienst profitieren könne, erklärte Volker Halsch in der jüngsten Diskussionsrunde zum Thema "Zukunft Personal" im Rahmen des Roundtable-Gesprächs von rathausconsult Mitte Mai auf dem Petersberg bei Bonn.

(Foto: Hartmut Bühler)

154132b058Das Aachener Stadtwerke-Netzwerk Trianel hat mit den Osterholzer Stadtwerken ein neuntes Stadtwerk in Niedersachsen und damit einen weiteren Gesellschafter gewinnen können, wie die Unternehmensgruppe heute mitteilte. Die Kooperation mit Trianel ergänze das strategische Fundament, erklärte der Geschäftsführer der Osterholzer Stadtwerke GmbH, Christian Meyer-Hammerström, die Motivation des Beitritts zum Stadtwerke-Netzwerk. Denn im Zeitalter der Energiewende eröffne eine solche Kooperation Zugang zu den notwendigen Geschäftsmodellen, die ein lokal verwurzeltes Stadtwerk wie das in Osterholz sich nicht allein erobern könne.

(Foto: Trianel)

DSC_2337Der Entwurf zu einem ersten Netzentwicklungsplan Strom ist heute Vormittag von den Geschäftsführern der vier Übetragungsnetzbetreiber (Amprion, 50Hertz, TransnetBW, TenneT TSO) im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt worden. 3800 Kilometer an neuen Stromautobahnen werden gebraucht, um den Atomausstieg bis 2022 zu schaffen. Zudem sollen 4400 Kilometer im bestehenden Höchstspannungsnetz so optimiert werden, dass sie fit werden für die schwankende Ökostromeinspeisung. Das geht aus dem neuen Netzentwicklungsplan hervor.

(Foto: rc)

DSC_2325Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat den heutigen gemeinsamen Ortstermin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), den Bundesministerin Peter Altmeier (CDU) und Philipp Rösler (FDP) bei der Bundesnetzagentur in Bonn ausdrücklich begrüßt. „Aus Sicht der Stadtwerke ist es wichtig, dass die Bundeskanzlerin die Energiewende als das zentrale Reformprojekt der Bundesregierung auch persönlich begleitet und sich für das Gelingen einsetzt", erklärte VKU-Hauptgeschäftsführer Joachim Reck. Er wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass die Übertragungsnetzwerke zwar wichtige Stromautobahnen seien, die Notwendigkeit der Verteilnetze als Kreis- und Bundesstraßen für die Verteilung und Sammlung des Stromes derzeit aber von Seiten der Bundespolitik wie der Bundesnetzagentur nicht entsprechend beachtet würden.

(Foto: rc)

_BBB3757rathausconsultbuehlerDer öffentliche Sektor braucht qualifizierten Nachwuchs, so die allgemein anerkannte These. Wie Stadtwerke im Einzelnen mit dem Thema Personalentwicklung umgehen, bildete den Gesprächsstoff des jüngsten "Roundtable" von rathausconsult Mitte Mai auf dem Petersberg bei Bonn. Kann Fachpersonal gefunden werden, das gesucht wird? Letztere Frage beantwortete Andreas Feicht (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Wuppertal (WSW), im Großen und Ganzen mit "Ja". "Wir haben vor drei bis vier Jahren damit begonnen, uns intensiv mit Talent- und Führungskräfteentwicklung zu beschäftigen", sagte Feicht und stellte folgende drei Aspekte der Personalentwicklung in den Vordergrund: Was sind die richtigen Wege, um neue Leute anzuwerben? Wie entwickelt man die richtigen Mitarbeiter aus der Stammbelegschaft weiter? Wie gestaltet man Veränderungs- und Reorganisationsprozesse? Die eigentlichen Herausforderungen der Personalakquise sieht der Chef des mit über 3000 Mitarbeitern breit aufgestellten Unternehmens im Zuge des demographischen Wandels auf sich zukommen: Wenn in sechs Jahren aus Altersgründen statt der 20 Mitarbeiter pro Jahr heute, dann 100 das Unternehmen verlassen würden.

(Foto: Hartmut Bühler)

unnamedNun gibt es auch ein "Schulden-App" zur "Schuldenuhr", das die Bürger allgegenwärtig über die Finanzsituation der Stadt informiert. Voraussetzung ist lediglich der Besitz eines Smartphones. Die Stadt Essen hat kürzlich dieses App auf ihrer Internetseite bereitgestellt, über das die Höhe der Gesamtkredite (Summe der Investitions- und Liquiditätskredite), deren Zuwachs pro Stunde, die Pro-Kopf-Verschuldung sowie die Höhe der jährlichen Zinszahlungen angezeigt wird. Der Rat der Stadt Essen hatte im Oktober des vergangenen Jahres beschlossen, ein "Schulden-App" erstellen zu lassen. "Hierdurch soll dem interessierten Bürger die aktuelle Haushaltssituation der Stadt vermittelt und die Akzeptanz für die im Rahmen der Haushaltskonsolidierung getroffenen Maßnahmen verbessert werden", heißt es auf der Web-Informationsseite der Stadt Essen.

(Abb: Screenshot Stadt Essen)

Blockheizkraftwerk-02Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund sowie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) haben heute in einer gemeinsamen Presseerklärung Stellung zur Verabschiedung des KWK-Gesetzes im Bundestag bezogen. Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sei ein wichtiger Baustein, um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Die jetzt im KWK-Gesetz vorgesehene Erhöhung des KWK-Zuschlags bleibe zwar hinter den Empfehlungen des VKU und der kommunalen Spitzenverbände zurück, sei aber dennoch als Verbesserung der Planungs- und Investitionsbedingungen bei der Modernisierung und dem Neubau von KWK-Anlagen zu werten, erklärten die Hauptgeschäftsführer der drei Verbände.

Die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, erkennt ebenfalls in der Entscheidung des Bundestages ein positives Signal für mögliche Investoren, die neue Kraftwerke bauen möchten. Diese Entscheidung sei umso bedeutender, da die EU-Kommission überraschend am Dienstag festgelegt habe, dass für einen Zuschuss zum Neubau hocheffizienter Kraftwerke zwischen 2013 und 2016 scharfe Kriterien erfüllt sein müssten, erklärte Müller heute in Berlin.

(Foto: VKU)

Mueller_webDie Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller (Foto), äußerte sich "vorsichtig optimistisch" nach dem heutigen Treffen der Ministerpräsidenten im Bundeskanzleramt in Berlin. Mit der Vereinbarung sich im Abstand von sechs Monaten zu treffen, um Fortschritte der Energiewende und nicht erledigte Aufgaben zu identifizieren, komme man dem Ziel näher, dass Bund und Länder ihre Energiepolitik enger miteinander verzahnen könnten, erklärte Müller in einer Presseerklärung. Es sei grundsätzlich erfreulich, dass sich Bund und Länder für eine bessere Koordination von Netzausbau und Erneuerbaren Energien ausgesprochen hätten. "Jedoch müssen nun konkrete Taten folgen", forderte Müller.

(Foto: BDEW)

 

Der "rathausconsult Roundtable"

 DUU5556 1280x854Foto: rc/Hartmut Bühler

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